Alf
+4.11.2011
Im Oktober 2010 habe ich mich - zu dem Zeitpunkt war ich
über 9 Jahre
alt - von meinen Besitzern, die mich völlig
verwahrlosen ließen,
losgesagt, und bin mit einem langhaarigen Mann
mitgegangen. Ich habe
gespürt, dass dieser Mann über meinen Zustand entsetzt
war, aber ich
habe auch gespürt, dass sich dieser Mann liebevoll um
mich kümmern wird.
Und netterweise hat er in seinem Auto seine Brotzeitbüchse
offen für
mich stehen lassen :-)
Ich fuhr gerne mit ihm mit.
Das nun folgende Jahr war geprägt von Liebe und
Zuwendung von meinem
neuen Herrchen und Frauchen, ich war glücklich, wenn
sie von der Arbeit
heimkamen, und mich sanft streichelten.
Wir gingen viel spazieren, und auch mit Cujo, dem
anderen Hund, der
genauso aussah wie ich, kam ich ganz gut zurecht.
Herrchen sagte immer, ich sei ein toller, und richtig
guter Hund.
Es war das glücklichste Jahr in meinem Leben.
Im Oktober 2011 spürte ich, dass mit mir irgendetwas
anders war; auch
Herrchen bemerkte es, und ging mit mir zum Tierarzt -
nicht nur einmal.
Ich wurde schwächer, und richtig Lust auf Fressen hatte
ich auch nicht
mehr - wo doch Herrchen immer sagte, ich sei ein
Staubsauger.
Am 25. Oktober sagte der Tierarzt so etwas wie
"Leberkrebs im
Endstadium" - ich konnte mir nichts darunter
vorstellen, aber ich
bemerkte, wie Herrchen und Frauchen sehr traurig wurden,
und sich nun
noch mehr um mich kümmerten.
Ich merkte nur noch, wie meine Kräfte immer weiter
schwanden. Am
4.11.2011 habe ich dann mein Herrchen gebeten, mich
gehen zu lassen.
Meine Menschen weinten sehr.
Herrchen: Ich habe ihm diesen Wunsch um 19:37 erfüllt.
Mein geliebter Alf ist bereits
während der Narkoseeinleitung über die Regenbogenbrücke
gegangen.